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Maison Ikkoku

Ulrike Dansauer
Mittwoch, 21. Januar 2009

Maison Ikkoku
DVD, PAL
Anime Virtual S.A. German Vision
Rumiko Takahashi / Kitty Film
ca. 70 min
Ton: Japanisch, Deutsch; deutsche und polnische Untertitel
2005 erschienen
FSK: ab 6 Jahren
Mit Bonusmaterial
€ 24, 95

Endlich ist Godai am Ziel seiner Träume angelangt: In zwei Tagen heiratet er seine Kyoko! Seine Mitbewohner, die nie um eine Gelegenheit zur Sauferei verlegen sind, betrinken sich schon seit zehn Tagen in Godais Zimmer. Wie immer wird dabei gar nicht auf Godai Rücksicht genommen, ganz im Gegenteil, der Arme muss sich Stichelleien darüber gefallen lassen, dass die Hochzeit doch noch platzt, dass so ein Loser wie er eine Frau wie Kyoko gar nicht verdient hat und Kyoko ihm bestimmt untreu ist. Godai versucht all das zu ignorieren, aber dann kommt die Rede auf einen geheimnisvollen Brief, von dem ihm Kyoko nichts erzählt hat, auf den sie aber sehnsüchtig zu warten scheint. Für die Bewohner Ikkokus ist das natürlich ein gefundenes Fressen, und so machen die wildesten Spekulationen die Runde, z.B. dass Kyoko einen Verehrer hat, mit dem sie durchbrennen will. Godai gibt es zwar nicht zu, aber ihn beunruhigt dieser Verdacht. Aber wie immer, wenn er etwas aufklären will, kommt ihm allerhand dazwischen, u.a. eine seiner Verehrerinnen und natürlich seine lieben Mitbewohner, die ihn gern noch etwas quälen wollen.

Der Anime beruht auf dem gleichnamigen Manga von Rumiko Takahashi, der in Japan 1980 erschien und an junge Erwachsene gerichtet war. Die deutsche Fassung des Mangas wird von Egmont Ehapa herausgegeben und ist mit zehn Bänden abgeschlossen. Von 1986 bis 1988 wurde im japanischen Fernsehen erstmals die TV-Serie in 96 Episoden ausgestrahlt. Der vorliegende Anime ist von 1988 und orientiert sich eher am Manga als an der TV-Serie. Dafür, dass der Film schon 20 Jahre auf dem Buckel hat, ist er sehr gut animiert, allerdings zieht sich das Saufgelage ziemlich in die Länge. Dafür sind die Bewohner Maison Ikkokus so fies und Godai so putzig-naiv wie gewohnt, sodass das wieder einigermaßen ausgeglichen wird. Schade nur, dass der Film die Hochzeit nicht zeigt, sondern nur den Countdown bis zum Festtag. Die Synchro ist gut, der Soundtrack in Ordnung, und Anime Virtual wartet mit ein paar hübschen Extras auf wie einem Fächer, der so auch in den Animes zu sehen ist, zwei Booklets und einem Screensaver. Das erste Booklet informiert über den Anime und liefert Personenbeschreibungen der Charas und eine Kurzinfo zu Rumiko Takahashi, das zweite Booklet ist als „ultimativer Flirtratgeber“ aufgemacht, in dem man herausfinden kann, ob man einem der Charas von Maison Ikkoku ähnelt bzw. welcher Flirttyp man ist. Beide Booklets enthalten Bilder aus dem Anime. Die Altersangabe von sechs Jahren ist für meinen Geschmack etwas zu niedrig gegriffen, es sei denn, man will seinem Sprössling schon von klein auf das Saufen schmackhaft machen. Außerdem wird ein Sechsjähriger die bissigen und anzüglichen Kommentare der Bewohner Ikkokus noch nicht verstehen.

Fazit: Insgesamt empfehlenswert. Acht von zehn Punkten.

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